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Im Laufe unseres Lebens akzeptieren wir viele Behauptungen als Fakten, ohne sie jemals zu hinterfragen. Bei genauerer Betrachtung können sich diese Behauptungen jedoch eher als Folklore entpuppen. Eine solche Behauptung ist, dass der Kaloriengehalt von Lebensmitteln für die Energiemanagementsysteme unseres Körpers, d. h. den Stoffwechsel sowie die Gewichtsregulierung, relevant ist. 🧐

Eine Kalorie ist eine Wärmeeinheit, die bestimmt, wie viel Wärme benötigt wird, um die Temperatur von einem Gramm Wasser um ein Grad Celsius zu erhöhen. Wenn wir über Lebensmittel sprechen, beziehen wir uns normalerweise auf Kilokalorien, was die Wärmemenge bedeutet, die benötigt wird, um die Temperatur von einem Kilogramm Wasser um ein Grad Celsius zu erhöhen. Dieses Konzept wurde in den Vereinigten Staaten erstmals 1887 von Wilbur O. Atwater auf Lebensmittel angewendet, der es von deutschen Forschern lernte.
Interessanterweise basierte die Verwendung von Kalorien zur Messung des Energie- oder Wärmegehalts von Lebensmitteln auf Methoden, die zur Analyse von Brennstoffen verwendet wurden. Brennstoffe werden verbrannt oder zur Explosion gebracht, um mechanische Energie zu erzeugen, so wie Automotoren funktionieren. Diese Methode wurde jedoch für Lebensmittel nicht validiert; es wurde lediglich angenommen, dass diese Wärmemessung mit der Reaktion unseres Körpers auf die Nahrungsaufnahme korrelieren würde.
Die thermische Kalorie als Wärmeeinheit wurde erst im 20. Jahrhundert vollständig definiert. Amerikanische Ernährungsrichtlinien verwendeten jedoch bereits früher Kalorien ohne wissenschaftliche Grundlage, da es keine akzeptierte Definition gab.
Wie wird der Kaloriengehalt von Lebensmitteln bestimmt? Der Prozess beinhaltet das vollständige Dehydrieren des Lebensmittels und das Platzieren in einem Gerät, das als Lebensmittelkalorimeter bezeichnet wird. Dies ist ein geschlossenes Gerät. Das Lebensmittel wird in einer sauerstoffreichen Umgebung verbrannt, und der Anstieg der Wassertemperatur bestimmt den Kaloriengehalt des Lebensmittels.
Wenn wir zum Beispiel Popcorn verbrennen, können wir die erzeugte Wärme messen und die Kalorien bestimmen. Anders als Kraftstoffe, die in Automotoren verbrennen, verbrennt Nahrung jedoch nicht in unserem Magen. Stattdessen gibt es die sogenannte nahrungsinduzierte Thermogenese, die sich auf den Anstieg der Wärmeproduktion unseres Körpers nach dem Essen bezieht.

Die nahrungsinduzierte Thermogenese steht nicht in direktem Zusammenhang mit dem Kaloriengehalt der Nahrung. Stattdessen beeinflussen die Tageszeit (morgens, mittags, abends) und die Zusammensetzung der Nahrung die vom Körper erzeugte Wärmemenge. Dieser Mangel an Korrelation erklärt, warum Kalorienempfehlungen nicht immer die gewünschten Ergebnisse erzielen.
Wenn Kalorien nicht direkt in Energie umgewandelt werden, woher kommt dann die Energie unseres Körpers? Einer der größten Energieverbraucher in unserer Physiologie ist das Ruhemembranpotenzial, also die elektrische Spannung über der Zellmembran. Diese Spannung ist entscheidend für die Zellfunktion und Gesundheit. Die weit verbreitete Theorie besagt, dass die Natrium-Kalium-Pumpe, die Natrium- und Kaliumionen über die Zellmembran austauscht, diese Spannung unter Verwendung von aus der Nahrung gewonnenem ATP aufrechterhält.
Der Biologe Gilbert Ling widerlegte jedoch diese Theorie. Er zeigte, dass typische Zellen nicht genügend ATP produzieren, um diese Spannung aufrechtzuerhalten und andere Funktionen zu erfüllen. Dies führte zur Entdeckung einer weiteren Energiequelle, dem strukturierten Wasser.
Gerald Pollack entdeckte, dass Wasser einzigartige Eigenschaften hat und eine vierte Phase bilden kann, die als strukturiertes oder EZ-Wasser bekannt ist. Dieses Wasser kann Spannung erzeugen, wenn es sich neben hydrophilen Strukturen in unserem Körper befindet und Infrarotlicht ausgesetzt ist. Pollacks Experimente zeigten, dass dieser Prozess Spannung ohne ATP oder Natrium-Kalium-Pumpen aufbauen kann.

Es scheint, dass zumindest ein Teil der Energie unseres Körpers aus Sonnenlicht stammt, insbesondere aus dem Infrarotspektrum. Dies stellt die Annahme in Frage, dass Nahrung unsere primäre Energiequelle ist, und legt nahe, dass Sonnenlicht eine bedeutende Rolle bei biologischen Prozessen spielt.
Zusammenfassend haben wir heute den Zusammenhang zwischen Lebensmittelkalorien und dem Energieverbrauch unseres Körpers widerlegt. Das Konzept der Lebensmittelkalorien basierte auf Annahmen, und spätere Forschungen fanden keinen direkten Zusammenhang zwischen Kalorien und der Wärmeproduktion unseres Körpers nach dem Essen. Darüber hinaus scheint es, dass biologische Prozesse in unserem Körper zumindest teilweise durch Sonnenlicht, insbesondere durch das Infrarotspektrum, angetrieben werden.
Vielen Dank, dass Sie heute bei uns waren. Wir hoffen, dass diese Diskussion Ihnen neue Einblicke gegeben hat, wie unser Körper Energie verwaltet und welche Rolle Nahrung und Sonnenlicht spielen. 🌞🌿
Post-Credit: Andrew Kaufman. Sein vollständiges Video zu diesem Thema: